Martin Bruder |
|||||||||||||
|
|
||||||||||||
Projekte |
|||||||||||||
Die Regulation kooperativen und kompetitiven Verhaltens durch soziale EmotionenWir gehen von der Annahme aus, dass eigene Emotionen und das emotionale Ausdrucksverhalten anderer die Neigung zu fairem, vertrauensvollem und kooperativem Verhalten beeinflussen. Wir setzen experimentelle Kollektivgutspiele ein, die ein grundlegendes menschliches Dilemma abbilden: Sollen wir im Arbeitsumfeld und in der Gesellschaft unsere Anstrengung, Zeit und Steuern einbringen oder sollen wir versuchen, solche Beiträge zu vermeiden, da Arbeitsergebnisse auch mit geringem Einsatz erreicht werden und öffentliche Einrichtungen auch ohne unseren Beitrag bereitgestellt werden. In einem Kollektivgutspiel entscheiden Spieler, ob sie Geld in ein gemeinsames Projekt investieren oder es für sich behalten. Obwohl einzelne Spieler am meisten verdienen, wenn sie nichts beitragen, geht der Gesamtertrag zurück, wenn sich alle so verhalten. Wir untersuchen, ob während der Entscheidung erlebte oder von anderen gezeigte Emotionen die Kooperationsbereitschaft beeinflussen. Das Projekt trägt zum besseren Verständnis der sozialen Funktion von Emotionen und des sozialen Einflusses auf Entscheidungen bei.
Prosoziales Verhalten und die Wahrnehmung psychologischer Distanzgemeinsam mit Elena Stephan (Bar-Ilan University) und Daniel Heller (Tel Aviv University) Bisherige Forschung hat gezeigt, dass soziale, zeitliche und örtliche Nähe zu mehr prosozialem Verhalten führen. In diesem Projekt gehen wir der Frage nach, ob dies auch umgekehrt gilt: Fühlen sich Menschen anderen näher, nachdem sie diesen geholfen haben? Und, falls ja, auf welchen kognitiven oder motivationalen Mechanismen beruht dieser Effekt? (Projektfinanzierung: German-Israeli Foundation)
Die Phänomenologie der Authentizitätgemeinsam mit Alison Lenton (Universität Edinburgh), Letitia Slabu (Universität Edinburgh) und Constantine Sedikides (Universität Southampton) Trotz beträchtlicher Forschung zu normativen Aspekten der Authentizität (unter welchen Umständen Menschen sich authentisch fühlen sollten) und zu Authentizität als Persönlichkeitsmerkmal, wurde die phänomenologische Qualität des Erlebens von Authentizität biser noch nicht systematisch untersucht. Mit Hilfe qualitativer und quantitativer Selbstberichtsdaten untersuchen wir, welche Arten von Situationen das Gefühl von Authentizität hervorrufen, welche Emotionen daran beteiligt sind und welche Bedürfnisse befriedigt werden. (Projektfinanzierung: Economic and Social Research Council)
Das eDarling-Projektgemeinsam mit Jochen E. Gebauer (Humboldt-Universität Berlin) und Wiebke Neberich (Affinitas GmbH) eDarling ist eine der größten Online-Partnervermittlungen in Europa. Das eDarling-Projekt nutzt den eDarling-Datensatz, der anonymisierte Informationen über mehr als 180.000 Online-Dater(innen) aus 11 europäischen Ländern beinhaltet. Dieser Datensatz erlaubt es, unterschiedliche Fragestellungen im Zusammenhang mit individueller Persönlichkeit und Paarbeziehungen zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser Studien werden in wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert und auf dem eDarling Perspectives Blog zusammengefasst. Gegenwärtig fokussieren wir auf die Prüfung evolutionärer und kultureller Hypothesen bezüglich Geschlechtsunterschieden in Partnerpräferenzen über Menschen mit unterschiedlichem sozio-demografischem Hintergrund und aus verschiedenen Kulturen hinweg.
Konsequentialistische moralische Intuitionengemeinsam mit Attila Tanyi (Universität Konstanz) Konsequentialistische Moralphilosophen sind mit der sogenannten „Overdemandingness Objection“ konfrontiert. Dieser Einwand besagt, dass Menschen eine starke und weitverbreitete Überzeugung hegen, die besagt, dass extreme moralische Forderungen ungerechtfertig seien. Das zentrale Ziel unserer Arbeit ist es, empirisch zu untersuchen, ob verbreitete moralische Intuitionen tatsächlich besagen, dass zumindest einige konsequentialistische Forderungen unbegründbar extrem sind, und welche Art von Kognitionen oder Affekten bezüglich moralisch anspruchsvoller Situationen diesen Intuitionen zugrundeliegen. (Projektfinanzierung: Zukunftskolleg Interdisziplinäre Forschungsprojekte)
Emotionen in strategischen Kontextengemeinsam mit Antony S. R. Manstead (Cardiff) & Job van der Schalk (Cardiff) Die zentralen Prämissen dieses Projekts sind, dass (a) Emotionsausdrücke anderer die eigenen Emotionen und Tendenzen zu fairem und kooperativem Verhalten beeinflussen und (b) ein wichtiger Grund für faires und kooperatives Verhalten in den erlebten oder antizipierten negativen Emotionen liegt, die daraus resultieren, dass andere mit negativen Emotionen auf eigenes Fehlverhalten reagieren. Das Projekt ist Teil eines European Collaborative Research Projects zu "The Social Dimension of Emotion Regulation: Brain, Mind and Behaviour". (Projektfinanzierung: Economic and Social Research Council)
Kognitive Grundlagen erinnerungsbasierter Emotionengemeinsam mit Tim Wildschut (Universität Southampton) und Constantine Sedikides (Universität Southampton) Auf der Grundlage von Bewertungstheorien der Emotion untersuchen wir, welche Kognitionen verschiedene erinnerungsbasierte Emotionen wie zum Beispiel Nostalgie, Trauer, Heimweh oder Bedauern unterscheiden. Zu diesem Zweck befragen wir Versuchspersonen nach autobiografischen Erinnerungen und erheben die mit spezifischen emotionalen Episoden verbundenen Emotionen. Außerdem manipulieren wir erinnerungsbasierte Emotionen experimentell durch die Konfrontation mit fiktiven Szenarien. Ein besseres Verständnis der kognitiven Grundlagen erinnerungsbasierter Emotionen könnte zur Verbesserung klinischer Interventionen führen, die auf der Erinnerung an vergangene Lebensereignisse basieren. (Projektfinanzierung: Zukunftskolleg Mentorship) |
|||||||||||||
Curriculum Vitae |
|||||||||||||
|
|||||||||||||
Publikationen |
|||||||||||||
Bruder, M., Dosmukhambetova, D., Nerb, J., & Manstead, A. S. R. (in press). Emotional signals in nonverbal interaction: Dyadic facilitation and convergence in expressions, appraisals, and feelings. Cognition & Emotion.
|
|||||||||||||



